29 Tipps gegen PMS

Bewährtes aus Schulmedizin und Alternativ-Heilkunde

Die Tage vor den Tagen sind für viele Frauen mit Beschwerden verbunden. Sie laufen unter der

29 Tipps gegen PMS

Bezeichnung PMS (Prämenstruelles Syndrom) und machen sich durch vielfältige Symptome bemerkbar: Übelkeit, Essattacken, Wasseransammlungen im Körper, Krämpfe im Unterleib, Ziehen in den Brüsten, Kopf- und Rückenschmerzen sowie unbestimmte Reizbarkeit, Stimmungs­schwankungen und depressive Verstimmungen („Keiner liebt mich“, „Alle sind gegen mich“).

 

Bis zu 80 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter sollen mehr oder weniger unter PMS leiden. Über die Ursachen sind sich die Wissenschaftler uneins: einige vermuten hormonelle Ungleichgewichte als Ausgangspunkt; andere sehen in erster Linie psychologische Ursachen. Trotz dieses Streits unter Wissenschaftlern gilt: In den meisten Fällen lassen sich die Beschwerden lindern. Die Suche nach dem passenden Mittel oder der richtigen Methode ist aber oft recht zeitaufwändig. Unsere Tipps aus Schulmedizin und Alternativheilkunde werden Ihnen weiterhelfen.

U.a. werden folgende Mittel gegen PMS vorgestellt: Antidepressiva, Schmerzmittel, Progesteron-Gel, Aromatherapie, Melisse, Lavendel, Kneippbäder, Entspannungstechniken, Akupunktur, Keuschlammfrüchte, Frauenmantel.

  • SCHULMEDIZIN und PMS: Pille, Antidepressiva, Diuretika, Schmerzmittel, Progesteron-Gel

  1. Auch in der Schulmedizin gibt es nicht „das“ Mittel gegen PMS. Eingesetzt werden beim Prämenstruellem Syndrom: Hormonelle Verhütungsmittel („Pille“). Sie lassen bei manchen Frauen Schmerzen und Brustspannen zurückgehen. Gelegentlich verschlimmern sich aber die Symptome.
  2. Manchmal werden auch Antidepressiva mit Wirkstoffen wie Fluoxetin oder Paroxetin verschrieben, die wegen ihrer Nebenwirkungen zum Dauergebrauch nicht geeignet sind.
  3. Bei starken Wasseransamm­lungen werden entwässernde Medikamente (soge­nannte Diuretika) empfohlen.
  4. Schmerz­mittel kommen bei PMS ebenfalls zum Einsatz. Zum Dauergebrauch sind sie aber nicht geeignet, das mit der Zeit die Dosis erhöht werden muss.
  5. Um den Progesteronspiegel zu erhöhen, kann auch natürliches Progesteron in Form eines Gels (Progestogel, verschreibungspflichtig) auf die Haut aufgetragen werden.
     

  • NATURHEILVERFAHREN und PMS: Aromatherapie, Melisse, Lavendel, Kneippbäder, Fußbäder, Entspannungstechniken

  1. Aromatherapeuten empfehlen bei PMS eine Ganzkörpermassage mit Muskateller­salbei, Jasmin oder Ylang Ylang.
  2. Ebenfalls Wirkung versprechen Voll- oder Sitz­bäder mit Melisse, Lavendel oder Bergamotte.
  3. Auf der Empfehlungslist stehen auch Kneippbäder: Ein sogenanntes ansteigendes Fußbad sorgt für Wärme im ganzen Körper und steigert die Durchblutung. So geht’s: Stellen Sie sich in eine Fußbadewanne oder einen großen Eimer. Das Wasser geht bis über die Waden und ist ca. 33° Celsius warm. Über einen Zeitraum von zehn bis 20 Minuten erhöhen Sie langsam die Wasser­tempera­tur auf ca. 42° Celsius. Danach abtrocknen, Socken anziehen und ausruhen.
  4. Weil in vielen Fällen Stress (das Stresshormon Cortisol bringt das Hormongleichgewicht durcheinander) und wenig Schlaf (zum Beispiel durch lange Wachphasen) zu den PMS-Auslösern zählen, können Entspannungstechniken sinnvoll sein. Dazu zählen insbesondere Medita­tion, Yoga und Qi Gong.
     

  • Auch HOMÖOPATHIE kann bei PMS helfen

  1. Gute Erfolge werden bei PMS von folgenden Einzelmitteln berichtet: Cimicifuga racemosa D6 bei Kopf- und krampfartigen Leibschmer­zen sowie bei labilem Kreislauf.
  2. Cyclamen D6 bei Erschöpfungszuständen, labiler Stimmung oder geschwollenen Brüsten.
  3. Komplexmittel (Mischung aus mehreren bewährten homöopatischen Einzelmitteln) gegen PMS: z. B. Hormeel SNT (Heel), u.a. mit Pulsatilla, Sepia, Calcium carbonicum.
  4. peziell gegen das Span­nungs-, Schwellungs- und Schweregefühl in der Brust gibt es Mastodynon (Bionorica); ebenfalls erhältlich: Agnus castus comp. (Hevert).
     

  • ASIATISCHE MEDIZIN: Gegen PMS hilft Akupunktur und Akupressur

  1. Bei PMS wird von Erfolgen mit Akupunktur berichtet, wenn gleichzeitig auch die Begleitumstände (weniger Stress, gesunde Ernährung etc.) beachtet werden.
  2. Ohr­akupunktur kann die Behandlung unterstützen. Meist reichen sieben bis 14 Behandlungstermine aus.
  3. Gegen Menstruationsbeschwerden hilft manchmal auch Finger-Akupressur. Der zu massierende Punkt liegt ungefähr drei Finger breit oberhalb und mittig zwischen den Augenbrauen. Die Stelle wird während der kritischen Tage mehrfach pro Tag leicht massiert, jeweils für zirka fünf Minuten.
     

  • PFLANZENHEILKUNDE: Mit Keuschlammfrüchten und Frauenmantel gegen PMS

  1. Empfohlen werden oft Präparate auf der Basis von Keuschlammfrüchten (Agnus castus). Sie lindern in vielen Fällen Menstruationsbeschwerden, indem sie die Hormon­balance normalisieren; insbesondere das Spannungsgefühl und die Schmerzen in den Brüsten (Mastodynie) gehen zurück. Die wirksamen Inhaltsstoffe setzen direkt bei der hormonellen Zyklussteuerung im Gehirn an, indem sie die Freisetzung des Hormons Prolaktin unterdrücken. Mindestan­wendungsdauer, um eine spürbare Wirkung zu erzielen: drei bis vier Monate. Präparate: z. B. Agnu­caston Filmta­bletten (Bionorica), Agnus castus Stada Filmtabletten, Castufemin Tropfen (Ardeypharm), Femicur N Kapseln (Schaper & Brümmer) oder Hevertogyn Filmtabletten (Hevert-Arzneimittel).
  2. Interessant zu wissen: Die botanische Bezeichnung für Keuschlamm setzt sich zusammen aus den lateinischen Wörter agnus (Lamm) und castus (keusch). Im Mittelalter ging man davon aus, dass das Gewächs in hoher Dosierung als Anti-Aphro­disiakum wirkt, also den Geschlechtstrieb ab­schwächt. Aus diesem Grunde wurden die gemahlenen Samen, die einen pfeffrigen Ge­schmack haben, in Klöstern in großen Mengen als Gewürz eingesetzt. Deshalb auch die ebenfalls gebräuchliche Bezeichnung „Mönchspfeffer“. Doch heute weiß man: Bei einer normalen Therapie konnte eine lusthemmende Wirkung bisher nicht bestätigt werden.
  3. Als klassisches Heilkraut gegen PMS gilt der Frauenmantel. Verwendet werden Blätter und Wurzeln. Das Kraut enthält Gerbstoffe und auch Spuren von Salicylsäure.
  4. Gegen Wasseran­samm­lungen empfehlen sich ausschwemmende Tees auf der Basis von Brenn­nesseln oder Löwenzahn.
  5. Bei Nervosität und übersteigerter Reizbarkeit kann Johanniskrauttee sinnvoll sein. Trinkempfehlung für die Tees: 2 bis 3 Tassen täglich.
     

  • AUCH DAS SOLL bei PMS HELFEN: Omega-3-Fettsäuren, fetter Fisch, weniger Salz und Kaffee, PMS-Kalender führen

  1. Wenn Sie unter dem Prämenstruellem Syndrom leiden, dann stellen Sie Ihre Ernährung um: Weniger Salz wirkt Wasser­einlagerungen entgegen; Salz durch Kräutersalz ersetzen.
  2. Hilfreich kann es auch sein, weniger Kaffee (Koffein verstärkt Nervosität) und Schokolade zu konsumieren.
  3. Den Fleischkonsum einzuschränken soll ebenfalls helfen.
  4. Auch dem Vitamin B6 (enthalten u.a. in Fisch, Nüssen, Getreide) wird nachgesagt, PMS zu lindern; wissenschaftlich bewiesen ist es nicht.
  5. Empfohlen werden auch Produkte mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren (steckt in fettem Fisch, zum Beispiel Hering, aber auch in Leinsamen).
  6. Mag­nesium wirkt krampflösend und entspannend.
  7. Ursache für PMS kann auch eine negative Ein­stellung zum eigenen Körper sein, da die hormonellen Regelkreise stark auf seelische Zustände ansprechen. Die Menstruation wird unterschwellig, ohne dass man sich dessen bewusst sein muss, als etwas Negatives gesehen, das versteckt werden müsse. Diese Ein­stellung kann durch eine psycho­thera­peutische Behandlung geändert werden. Unangenehme und peinliche Erlebnisse im Zusammenhang mit der Regelblutung (z. B. in der Pupertät) werden für das negative Grundgefühl verantwortlich gemacht.
  8. Empfehlenswert: Um Schmerzen und Be­schwerden besser verstehen und einordnen zu können, sollte über mehrere Monate ein PMS-Kalender geführt werden. Alle Veränderungen körperlicher und seelischer Art werden taggenau (evt. sogar unterteilt nach Morgen, Mittag und Abend) aufgeschrieben. → weiter

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