Abnehmen mit fettarmer Ernährung?

 Weniger Fett zu essen und fettarme Nahrungsmittel zu kaufen, ist für viele immer noch die erste Wahl beim Abnehmen: Beim Einkauf kommen Milch, Yoghurt, Käse und Wurst nur fettarm oder ganz ohne Fett in den Einkaufswagen. Doch nimmt man mit solchem Essen überhaupt ab, wenn ansonsten an der Ernährung nichts geändert wird?

Mit fettarmen Essen nimmt man langfristig nicht ab

Die etablierte Meinung heißt: Ja, ein fettarmes Leben lässt die Pfunde purzeln. Gut begründete Zweifel gab es schon immer und auch vereinzelte Studien, die diesen Zweifel nährten. Doch spätestens seit Ende vergangenen Jahres steht fest: Mit Low-Fat verliert man langfristig so gut wie kein Körpergewicht.

Englische Forscher hatten einige Dutzend hochwertige Studien mit mehreren zigtausend Teilnehmern zu einer großen sogenannten Metastudie zusammengefasst.

Das Ergebnis: Wer seine Ernährung auf fettarm umstellt, nimmt in 11 Monaten im Schnitt 1,75 kg ab; nach fünf Jahren sind es dann nur noch 680 Gramm. Auch der Taillenumfang wird kleiner: Er schrumpft im Schnitt um 0,3 cm, also drei Millimeter . . . Und das, obwohl bei dieser Studie richtig viel Fett eingespart wurde: Der Fettanteil an der Gesamt-Kalorienmenge lag bei zirka 20 Prozent.

Fettarmes Essen: 680 Gramm abnehmen nach fünf Jahren

Jeden Tag kamen also Low-Fat-Produkte auf den Tisch. Fett und Butter wurden nur sehr sparsam eingesetzt.

Zum Vergleich: Normalerweise liegt die Gesamt-Energiezufuhr aus dem Fett bei 30 bis 35 Prozent.
Erstaunlich ist, dass die Wissenschaftler sich trotz dieser für Low-Fat-Fans äußerst enttäuschenden Forschungsergebnisse für eine flächendeckende Fettreduktion in der Ernährung aussprechen.

Ihre Argumentation: Auch wenn der Gewichtsverlust gering sei, würde er existieren. Deshalb sei diese Art der Ernährung sinnvoll. Da stellt sich doch die Frage: Gibt es nicht effektivere Methoden?

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