Äpfel, Zwiebeln, Kohl und Currypulver: Gemeinsam gegen Krebs

Krebszellen mögen keine Himbeeren titelte schon vor mehreren Jahren Prof. Richard Béliveau in seinem gleichnamigen Buch. Die Liste der Nahrungsmittel mit Anti-Krebs-Wirkung ist seitdem noch länger geworden.

Und es zeigt sich immer wieder: Synthetische Vitamine aus Brausetabletten und angereicherten Getränken haben keinerlei Nutzen wenn es um Krebsvorbeugung geht.

Besser sind Gemüse und Obst: Schon ein moderater Konsum (100 bis 200 Gramm pro Tag) senkt das Risiko an Krebs zu erkranken, wenn auch nur minimal, wie eine europaweite Datenauswertung kürzlich ergab.

Wesentlich mehr Obst und Gemüse konsumieren

Um eine größere Wirkung zu erreichen, müsste die tägliche Menge an konsumiertem Gemüse und Obst wesentlich größer sein, kommentiert der Ernährungsmediziner Dr. Werner Seebauer von der Europa-Universität Frankfurt/Oder die Studie. „Nur zirka fünf Prozent der befragten Männer und Frauen kommen überhaupt in den Bereich der Wirkdosis“, sagt Dr. Seebauer.

Auch die Qualität von Obst und Gemüse müsse berücksichtigt werden. „Bei den heutigen Vermarktungsbedingungen und den Ernten in meist unreifem Zustand müsste man schätzungsweise 9 bis 10 Portionen Obst und Gemüse konsumieren und nicht nur fünf („5 am Tag“) wie es die offizielle Empfehlung ist“, so der Ernährungsmediziner.

Kohl und Brokkoli: Inhaltsstoff hemmt Tumore

Der Pflanzenstoff Sulforaphan hemmt Tumor bildende Zellen, so Krebsforscher der Uni Heidelberg. Er steckt insbesondere in Kreuzblütengewächsen wie Kohl und Brokkoli. Empfehlenswert: Brokkolisprossen als Salat.

Auch Äpfel und Zwiebeln hemmen Krebstammzellen

Der Obstklassiker enthält u.a. reichlich den sekundären Pflanzenstoff Quercetin. Eine neue Studie kommt zu dem Schluss: Quercetin hemmt Krebsstammzellen. Viel von dem Pflanzenstoff steckt auch in Zwiebeln.

Curcumin im Curry-Pulver sorgt für weniger Fälle von Krebs in Indien

Gut erforscht ist die krebshemmende Wirkung von Curcumin (Kurkuma/Curry-Pulver). Wissenschaftler sind sich einig, dass Kurkuma ein wichtiger Faktor für das geringere Auftreten von fast allen Krebsarten in Indien ist.

Unser Tipp: Die relativ schwache Bioverfügbarkeit kann durch die Kombination mit Pfeffer drastisch erhöht werden.

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