Basische Körperpflege. So wird Ihre Haut schöner und gesünder

Unsere Haut lebt, sie atmet. Sie ist Teil unseres Immunsystems und nicht nur eine Fläche, die oft gewaschen, häufig eingecremt und mit der Zeit faltig wird. Da stellt sich die Frage: Wie sollen wir mit ihr umgehen, damit sie möglichst lange gesund und glatt bleibt? Ist basische Körperpflege und sind insbesondere Basenbäder eine sinnvolle Empfehlung?

Auf jeden Fall können wir unsere Haut mit mehr als nur etwas Hautcreme oder Bodylotion verwöhnen. Wir können sie in ihrer grundsätzlichen Funktion für den Körper unterstützen, sagen Mediziner wie der Hautexperte John van Limburg Stirum vom Medizinischen Zentrum Seegarten in Kilchberg bei Zürich. Und er setzt mit seinen Empfehlungen beim ph-Wert der Haut an. Der liegt ungefähr bei 5,5 und macht die Haut „zu einem Säureausscheidungsorgan“, so der Mediziner.

Reguliert wird der ph-Wert der Haut insbesondere durch Milchsäure

Der ph-Wert besagt, ob eine Flüssigkeit eher sauer, neutral oder basisch ist. Die Skala geht von 0 bis 14., wobei „0“ für ganz sauer und „14“ für eine sehr starke Lauge steht. Leitungswasser liegt im Idealfall bei „7“ und ist damit neutral.

Der ph-Wert der Haut liegt damit im sauren Bereich. Und das ist der Grund, weshalb viele Kosmetika und andere Pflegeprodukte auch auf diesen Durchschnittswert eingestellt sind. Der Vorteil: In diesem Milieu können sich schädliche Bakterien nicht lange aufhalten. Lediglich gute Keime überleben trotz der sauren Umgebung. Reguliert wird der ph-Wert der Haut insbesondere durch Milchsäure, die zum natürlichen Bestandteil der Hautflora gehört.

Basische Körperpflege unterstützt die Haut beim Ausscheiden von Säuren

 Der Säureschutzmantel der Haut ist also überlebensnotwendig – und trotzdem kann es sinnvoll sein, an diesem Schutzmantel immer mal wieder „zu kratzen“, – nämlich dann, wenn die Haut beim Ausscheiden von Säuren unterstützt werden soll. Und hier kommt basische Körperpflege ins Spiel. Denn gefördert wird die Säurenausscheidung mit basischen Bädern, die der Schweizer Mediziner insbesondere dann empfiehlt, „wenn die Haut auf eine Säurebelastung mit stärkeren Ausschlägen reagiert.“

Basische Körperpflege, hier Basenbäder, machen sich die Tatsache zu nutze, dass die Haut nicht nur abgibt (zum Beispiel Schweiß), sondern auch aufnehmen kann, zum Beispiel basisch wirkende Mineralien wie Natriumbikarbonat (Natron) oder Kaliumbikarbonat, die den Entsäuerungsprozess der Haut unterstützen und die Selbstfettung anregen. Diese und andere Mineralien sind die Hauptbestandteile in den Basenmischungen für Badewasser.

Basisches Bad in der Wanne

Dass mineralienreiche Substanzen hautfreundlich sind, weiß man schon lange. In vielen Kurorten werden mit dem Wasser aus basischen Mineralquellen Erkrankungen der Haut behandelt. Auch das Baden im (basischen) Meerwasser ist eine Erholung für die Haut. Bei einem Basenbad in der Wanne wird der ph-Wert des Wassers durch die Zusätze angehoben.

 Der Entsäuerungseffekt lässt sich durch Unterwasser-Bürstenmassagen oder Massagen mit Wasserdüsen noch verstärken. Danach ist der Wunsch nach Ausruhen groß. Deshalb ist der beste Zeitpunkt, so Dr. van Limburg Stirum „abends vor dem Schlafengehen, da die Nacht die Phase der Alkalinität und damit der Erholung ist.“ Und in der Regel schläft man dann auch schnell ein. Der Grund für das Schlafbedürfnis wird in der Regeneration des Säureschutzmantels gesehen. Der Wiederaufbau ist ein energiekonsumierender Vorgang, der erst nach zirka ein bis drei Stunden abgeschlossen ist.

Und wie häufig soll man ein Basenbad nehmen? Der Basenexperte empfiehlt: „2 bis 3-mal wöchentlich“ für jeweils ca. 45 Minuten, vorausgesetzt der Kreislauf macht mit. Deshalb sollte vorher ein Arzt konsultiert werden.

Hinweise auf einen übersäuerter Stoffwechsel

Hinweise auf einen übersäuerten Stoffwechsel (der natürlich auch mit basenüberschüssiger Ernährung ausgeglichen werden kann) gibt es viele.

  • Juckreiz und Hautentzündungen aller Art gehören dazu
  • Verhärtungen der Muskulatur
  • Cellulite: Weil das Unterhautgewebe einer der bevorzugten Orte ist, an denen der Körper Säuren deponiert, quillt die Haut auf und wir prall elastisch. „Der Körper versucht, die Giftstoffe im Gewebe durch Wassereinlagerungen zu verdünnen“, so der Arzt für Naturheilverfahren Robert M. Bachmann von der Reithofpark-Klinik in Bad Feilnbach.
  • Im Gesicht zeigt sich das so: „Die Wangen werden dicker, weich und schlottrig, die ovale Gesichtsform wandelt sich in das typische Vollmondgesicht“, sagt Dr. Bachmann.
  • Aber auch Arme und Beine sind von den Säureeinlagerungen betroffen: Sie werden „infolge der Hautquellung plumper, die Gelenke verlieren zusehends an Kontur.“ Mit Kosmetika, da ist sich Dr. Bachmann sicher, „ist hier nicht viel auszurichten. Wenn überhaupt noch etwas zu retten ist, dann durch eine konsequente Entgiftung und Entschlackung.“

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