Bestandteile von Nahrungsmitteln, die krank machen

Glukose-Fruktose-Sirup , Transfettsäuren und Oxy-Cholesterin

Sie tauchen auf keiner Verbotsliste auf (obwohl sie da eigentlich hingehören), sind ziemlich unbekannt und trotzdem in vielen Lebensmitteln enthalten: Glukose-Fruktose-Sirup (kurz Fruktose), Transfettsäuren und Oxy-Cholesterin. Was hat es mit diesen drei Stoffen eigentlich auf sich?

Glukose-Fruktose-Sirup 

Zucker reicht nicht mehr. In immer mehr industriell hergestellten Softdrinks wird mit Glukose-Fruktose-Sirup gesüßt. Aber auch in Backwaren, Fitness-Riegeln, Fruchtjoghurts, Quarkspeisen, Dressings, Konserven, Süßigkeiten und Eis wird Zucker durch diesen Sirup ersetzt.

Der Grund, warum immer mehr Nahrungsmittelproduzenten ihre Rezepte ändern, liegt in den technologischen Vorteilen:

  1. Der Sirup lässt sich leichter verarbeiten
  2. dient als Geschmacksverstärker
  3. Feuchthaltemittel (macht Produkte „saftig“)
  4. rekristallisiert nur schwer
  5. und verlängert die Lagerungszeiten der Produkte, weil Süße und Geschmack länger stabil bleiben, um nur einige Punkte zu nennen.

Während Glukose noch ganz normal wie Zucker vom Körper verstoffwechselt wird, bringt Fruktose in dieser Form den Stoffwechsel des Körpers durcheinander; wie das funktioniert, weiß man bis heute noch nicht genau. Fakt ist: Zu viel Fruchtzucker verschlechtert die Blutfettwerte. Blutfette wie Cholesterin und Triglyzeride steigen an. Und vermutlich – wenn bislang auch erst in Tierstudien bestätigt – beeinflusst Fruktose die Wirkung des Hormons Leptin. Normalerweise regelt das Hormon die Nahrungsaufnahme und sorgt dafür, dass wir uns satt fühlen. Fruktose hingegen setzt die Wirksamkeit herab. Die Folge: Wir essen mehr. Kommt dann noch eine hochkalorische und fettreiche Kost hinzu, ist der Grundstein für Übergewicht gelegt.

Transfettsäuren

 Es gibt viele wissenschaftlich untermauerte Hinweise, dass Transfettsäuren, die in gehärteten und teilgehärteten Fetten enthalten sein können, an Arterienverkalkung und Herzinfarkten beteiligt sind. Das ist auch der Grund, warum die Industrie den Gehalt an Transfettsäuren in Margarine heruntergeschraubt hat.

Doch andererseits werden gerade in Backwaren immer wieder stark erhöhte Werte gemessen: So vor einigen Monaten auch bei einem Test von Bäckerei-Produkten (Streuseltaler, Schnecken, Zimtringe, Plunder etc.). Zwei Drittel aller Proben ergaben Grenzwertüberschreitungen. Die Höchstgrenze für die tägliche Aufnahme von Transfetten wird von Fachleuten mit zwei Gramm festgesetzt.

Oxy-Cholesterin

 In vielen Lebensmitteln steckt (auch natürlicherweise) Cholesterin. Die unangenehme Eigenschaft dieser Substanz ist, dass sie ziemlich schnell oxidieren kann. Das beginnt schon bei der Herstellung und geht, wenn auch langsamer, bei der Lagerung weiter.

Wenn die Verpackung (zum Beispiel mit Salami-Scheiben) dann geöffnet einige Tage im Kühlschrank liegt, beschleunigt sich der Oxidationsprozess. Oxy-Cholesterin (also oxidiertes Cholesterin) steht in engem Zusammenhang mit der Arterienverkalkung (Arteriosklerose).

Und man vermutet mittlerweile, dass viele ursprünglich dem Cholesterin zugeschriebene Effekte auf die menschliche Gesundheit letztlich von dessen Oxidationsprodukten ausgehen.

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