Die Farbe Grün: Was sie bedeutet, wie sie wirkt und heilt

Farben sind immer und überall präsent. Ob auf Verpackungen oder beim Kleiderkauf – sie spielen eine überragende Rolle, seit sie nicht mehr mühsam aus Früchten, Blüten oder Tierbestand­teilen erzeugt werden müssen. Lesen Sie, was die einzelnen Farben bedeuten und wie sie wirken. Auf dieser Seite geht es um die Farbe Grün.

Grün ist eine beruhigende Farbe

Sie steht für Großzügigkeit, Sicherheit, Harmonie, Hoffnung und Erneue­rung des Lebens. Doch wie viele andere Farben ist sie ebenfalls zwiespältig: Sie kann auch Gefühle wie Neid, Unreife, Gleichgültigkeit, Stagnation und Müdigkeit vermitteln. Farbexpertin Eva Heller fasst es so zusammen: Grün steht „zwischen Hoffnung und Gift“. Es handelt sich um eine sehr selbständige Farbe. Kaum jemand denkt daran, dass Grün eine Mischung aus Gelb und Blau ist.

Grün steht auch für Wachstum und Neuanfang

Grün ist die Farbe des Lebens und der Natur. Grün steht für Wachstum und Neuanfang: In China ist Grün Symbolfarbe für langes Leben und Barm­herzig­keit. Grün ist auch die Lieblingsfarbe Mohammeds. Bei den Römern war Grün die Farbe der Venus – es ist die Farbe der beginnenden Liebe.

Auch die Hoffnung ist Grün. Denn wer hofft, wartet darauf, dass etwas beginnt oder neu anfängt („die Hoffnung keimt“). In der Werbung steht Grün für Frische. Eine grüne Parfümverpackung suggeriert einen frisch-herben Duft.

Grün ist aber auch die Farbe des Unreifen, des Giftigen. Eine edle Farbe war Grün nie. Grüngefärbte Stoffe waren über die Jahrhunderte immer preiswert, weil leicht herzustellen.

Grün bringt das Nervensystem in Gleichge­wicht und Harmonie

In der Farbpsychologie nimmt Grün eine wichtige Stellung ein, denn das Nervensystem wird durch Grün in Gleichge­wicht und Harmonie gebracht. Grün, die Farbe der Natur, beruhigt. Deshalb findet man in Wäldern mit hohem Laubbaumanteil Erholung und Entspannung. Die Schwingungen der Farbe Grün sind nicht anregend oder irritierend. Grün gibt uns neue Energie.

Die Farblicht-Therapie macht sich diese Wirkungen zunutze. Unter anderem folgende Krankheiten werden mit Grün behandelt: nervöse Herz­schmer­zen, Herz­anfälle, hoher Blutdruck, negative Lebens­ein­stellung, Ermüdungs­er­scheinungen, Atmungs­schwierig­keiten, Anspannun­gen, Schlaf­störungen und Ärger.

Warum Grün eine beruhigende und ausgleichende Wirkung hat, erklärt Farbexpertin Eva Heller so: „Grün steht neutral zwischen dem männlichen Rot und dem weiblichen Blau. Es steht zwischen dem materiellen Rot und dem geistigen Blau. Extreme sind aufregend, gefährlich. Grün, in vollendeter Neutralität zwischen allen Extremen, wirkt beruhigend und sicher.“

Grün in der Ernährung

Ob Rosenkohl, Grünkohl oder Brunnenkresse – dieses grüne Gemüse ist reich an wichtigen Glucosinolaten. Diese sekundären Pflanzenstoffe setzen beim Kochen (nicht lange kochen, nur dämpfen oder im Wok braten) Wirkstoffe frei, die eine sehr hohe Antikrebs-Wirkung entfalten. Erstaunlich: Gutes Kauen soll die Wirkung der  Inhaltsstoffe noch erhöhen.

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