Erfolgreich abnehmen mit Low Carb

Gesund und schlank mit dauerhaft weniger Kohlenhydraten

Immer mehr wissenschaftliche Studien bestätigen, was bis vor wenigen Jahren noch ein Geheimtipp war: Wer seinen Konsum von Kohlenhydraten herunterfährt – insbesondere weniger Süßigkeiten, Kartoffeln, Nudeln und Reis isst – verliert leicht und schnell Körpergewicht.

Die neuste wissenschaftliche Untersuchung kommt aus Portugal. Insgesamt 17 Studien waren die Grundlage. Das Ergebnis: Wer seinen Konsum von Kohlenhydraten herunter fährt, nimmt leichter ab. Durchschnittlicher Gewichtsverlust nach 24 Monaten: 4,6 Kilogramm. Auch der Taillenumfang ging zurück – im Schnitt um 4,7 Zentimeter. Doch das war längst nicht die erste Untersuchung mit solchen Ergebnissen.

 Schon bei der größten europäischen Low Carb-Studie, der Diogenes-Studie, hatte sich gezeigt: Wird der Kohlenhydrat-Anteil am Essen etwas eingeschränkt und der Proteinanteil moderat erhöht, fällt das Abnehmen leichter.

Proteine (Eiweiße) stecken in Fleisch und anderen tierischen Produkten. Und sie sättigen besser als Kohlenhydrate. Doch deshalb muss man noch lange nicht täglich Fleisch oder Fisch essen. Auch das Eiweiß in pflanzlichen Produkten, wie zum Beispiel Hülsenfrüchten, kommt in Frage.

Ohne Kohlenhydrate und ohne Fisch und Fleisch

Kohlenhydratarm geht auch ganz ohne Fisch und Fleisch. Der Low Carb-Vertreter Nicolai Worm beweist es mit seinem Kochbuch „Vegetarisch kochen mit der Logi-Methode“, das mit 80 Rezepten aufwartet.

Deshalb kann man auch mit der traditionellen mediterranen Ernährungsweise („Mittelmeerdiät“) hervorragend gesund leben – und Pfunde verlieren. Denn hier wird viel frisches Gemüse, Fisch und andere Meeresfrüchte gegessen. Die Ernährung ist eher kohlenhydratarm, auch wenn Reis, Nudeln und Weißbrot gegessen werden – aber eben in Maßen.

Und nicht zu vergessen: Mit Olivenöl wird bei einer mediterranen Ernährung nicht gerade sparsam umgegangen. Also das absolute Gegenteil von fettarmer Lebensweise.

Aber wie sieht es denn mit den Blutwerten aus? Ist man da Low Carb auch auf der sicheren Seite?

 Genau um diese Fragen ging es bei einer sechs Jahre dauernden Ernährungs-Studie, deren Ergebnisse Ende letzten Jahres im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden.

Ernährungsarten im Vergleich: Low Carb, fettarm und Mittelmeerdiät

Drei Ernährungsweisen wurden miteinander verglichen. Die 322 Studienteilnehmer hatte man deshalb in drei Gruppen eingeteilt: Die einen mussten mit kalorienreduzierter Low-Fat-Diät zurecht kommen, die zweite Gruppe mit kalorienreduzierter mediterraner Diät. Die restlichen Studienteilnehmer sollten nur den Konsum von Kohlenhydraten einschränken (Low Carb); Kalorien brauchten sie im Unterschied zu den ersten beiden Gruppen nicht zu zählen.

 Zwei Jahre lang mussten sich die Teilnehmer nach einer der drei Varianten ernähren, danach konnten sie wieder essen, wie und was sie wollten. Vier Jahre später wurden sie erneut untersucht.

Die Ergebnisse: Auch wenn in allen drei Gruppen das Gewicht wieder zunahm –  in der Low-Fat-Gruppe war der Zuwachs am stärksten, das Ausgangsgewicht wurde wieder erreicht.

Blutfettwerte: Low Fat schnitt immer schlechter ab

In allen Gruppen waren die Blutwerte immer noch besser als bei Studienbeginn sechs Jahre zuvor. Doch egal ob Gesamtcholesterin, das Verhältnis von „schlechtem“ LDL zu „gutem “ HDL Cholesterin oder Triglyceride (erhöhte Werte fördern Gefäßerkrankungen) – Low Fat schnitt bei allen Blutwerten immer schlechter ab als Mittelmeerernährung und Low Carb.

Ein Einzelfall ist diese Studie nicht. Auch andere Wissenschaftler sind immer wieder auf ähnliche Zusammenhänge gestoßen. Fett konsequent einzusparen führt eben nicht zwangsläufig zu besseren Blutwerten. In die offiziellen Ernährungsempfehlungen sind diese und ähnliche Forschungsergebnisse aber noch nicht eingearbeitet worden.

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