Erkältung: Alles, was hilft

Husten, Schnupfen, Heiserkeit – diese Kombination kennt jeder. Meist sind die Symptome einer Erkältung bzw. eines grippalen Infektes (nicht zu verwechseln mit einer Grippe) gerade noch zu ertragen. Doch festsitzender Schnupfen, wochenlanger Husten oder mehrere Erkältungen kurz hintereinander können die Lebensqualität sehr einschränken. Wir geben einen Überblick über die vielen Wege, einer Erkältung vorzubeugen oder die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.

  • Was die SCHULMEDIZIN bei Erkältung empfiehlt

Wenn sich eine Erkältung oder grippaler Infekt ankündigt, können Arzneimittel auf Basis von Acetylsalicylsäure (ASS) oder Paracetamol wirksam sein; die auch als „Grippemittel“ angebotenen Präparate enthalten häufig diese Wirkstoffe. Es gibt sie oft in Kombination mit Vitamin C. Vitaminzusätze sind bei einer Akuttherapie aber ohne therapeutischen Nutzen.

Damit die Belastung der Magenschleimhaut so gering wie möglich gehalten wird, sind Brausetabletten oder wasserlösliches Granulat „normalen“ Tabletten vorzuziehen; vom Dauergebrauch sollte wegen möglicher Nebenwirkungen abgesehen werden.

Grippeimpfungen können zwar nur der „richtigen“ Grippe vorbeugen, scheinen bei manchen Menschen aber die Infektabwehr generell zu stärken.

 

  • PFLANZENHEILKUNDE gegen Erkältung: Dampfbäder, Tee trinken und gurgeln

Geht die Erkältung mit erhöhter Temperatur einher, sollte das Fieber nicht unterdrückt werden, denn viele Erreger können bei über 38,5 Grad nicht überleben. Sinnvoll: kurz vor dem Schlafengehen ein Dampfbad nehmen (Lindenblüten oder Holunderblüten) und danach noch einen Lindenblütentee oder eine „Erkältungsmischung“ trinken. Kräutertees sind auch bei Reizhusten zu empfehlen.

Rezepte

  • Bei Reizhusten: zu gleichen Teilen Eibischwurzel, Isländisch Moos, Fenchel und Lindenblüte.
  • Bei festsitzendem Schleim in den Bronchien: eine Zwiebel in Scheiben schneiden und zirka fünf Minuten in 1/4 Liter Wasser auskochen, 3 bis 4 mal täglich einen Becher heiß trinken; nach Bedarf süßen.

Vorsicht: Bei trockenem, schmerzhaftem Husten mit ziehenden Atemgeräuschen, kann es sich auch um eine akute Bronchitis handeln. Sie tritt meist im Rahmen grippaler Infekte auf; dann unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Wenn naturheilkundliche Maßnahmen nicht greifen, sollte man mit dem Einsatz von Antibiotika nicht zu lange warten.

  • Halsschmerzen: 3 bis 4 mal täglich mit Salbeitee gurgeln (2 Teelöffel mit heißem Wasser aufgießen, fünf Minuten ziehen lassen). Schnupfen: Kopfdampfbäder mit Kamillenblüten (15 Minuten) lindern Beschwerden über mehrere Stunden. Abschwellend auf die Schleimhäute wirken Salben mit ätherischen Ölen (Apotheke). Zur Vorbeugung und Linderung von Erkältungsbeschwerden sind eine Vielzahl von fertigen Arzneimitteln auf pflanzlicher Basis erhältlich. Immer noch beliebt: Echinacin (Sonnenhut); manchmal lässt sich eine Erkältung bei den ersten Anzeichen mit einer Stoß-Therapie (häufigere Einnahme in kurzer Zeit) gleich wieder vertreiben. Vor Dauergebrauch wird gewarnt (Gewöhnungseffekt, Wirksamkeit der Medizin geht zurück).
     

  • Erkältung: Diese NATURHEILVERFAHREN sollen helfen

Bei Schnupfen können Spülungen mit Kochsalzlösung helfen: etwas Salz (1/4 Teelöffel, nicht mehr) in 1/4 Liter warmem Wasser auflösen und in ein Schälchen geben, dann etwas Wasser mit einem Nasenloch hochziehen. Wasser in die Nebenhöhlen laufen lassen, dann ist die andere Seite dran; hilfreich auch bei Entzündung der Nasennebenhöhlen.

 

  • Wie mit HOMÖOPATHIE eine Erkältung behandelt wird

Da (beginnende) Erkältungen häufig an mehreren Stellen gleichzeitig „wirken“ (Schnupfen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen etc.), bieten sich Komplexmittel an. Dabei handelt es sich um Mischungen bewährter Einzelmittel. Erkältung generell: Pflügerplex Aconitum 113, u.a. bei akuten Erkältungskrankheiten und Husten; Echinacea compositum von Heel, u.a. zur Anregung der körpereigenen Abwehr, sowie bei Fieber und Entzündungen; Hevertotox Erkältungstabletten von Hevert, u.a. zur Steigerung körpereigener Abwehrkräfte und bei Entzündungen der oberen Atemwege. Infludo Tropfen von Weleda bei fieberhaften Erkältungskrankheiten; Husten: Bomapect forte Hustentropfen (Hevert) u.a. zur Reizstillung bei trockenem Husten; Schnupfen: Luffa Nasenspray von DHU bei chronischem Schnupfen; Euphorbium comp. von Heel u.a. bei Nasennebenhöhlenentzündung und Schnupfen unterschiedlicher Ursache; Pflügerplex Aurum natr. 323 u.a. bei akuter und chronischer Stirnhöhlenentzündung.

 

  • Richtige ERNÄHRUNG. Essen Sie Ihre Erkältung weg

Immer noch am wirksamsten lässt sich das Immunsystem mit der richtigen Ernährung stärken. Dann können die Immunzellen in Darm, Lymphknoten, Mandeln und Milz am effektivsten arbeiten. Tabu in der Erkältungszeit sind Diäten, denn sie schwächen den Organismus; auch Übergewicht gilt als erkältungsfördernd. Sinnvoll: Nahrung, die die Immunzellen aktiviert; dazu gehören insbesondere die Vitamine C, E,  B6 und B12 (Obst), sowie Folsäure (z.B. Spinat, Spargel, Feldsalat, Bananen); Spurenelemente: Selen (z.B. Weizenkeime, Vollkornbrot, Bückling) und Zink (z.B. Haferflocken, Rindfleisch); Achtung: Kaffee und schwarzer Tee hemmen die Zinkaufnahme und Alkohol fördert die Verluste über die Nieren. Joghurt und Kefir enthalten sogenannte Laktobazillen; sie verhindern zwar keine Erkältung, die Dauer wird aber verkürzt.

 

  • AUCH DAS SOLL bei einer Erkältung HELFEN

Trockene Zimmerluft vermeiden (notfalls einfach feuchte Handtücher auf die Heizung legen); wenn sich die ersten Erkältungssymptome zeigen, auf Alkohol verzichten (auch auf Bier und Wein),

weil er das Immunsystem schwächt. Empfehlenswert: sich viel an der frischen Luft aufhalten; morgens Wechselduschen (generell gut: Kneipp-Therapie). Auch empfehlenswert: Saunabesuche; das körperliche Abwehrsystem lässt sich auch durch tägliche Körperbürstungen steigern; wichtig: immer Richtung Herzen bürsten. → weiter

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