Es ist viel Psychologie im Spiel: Was hindert uns am Aufräumen?

So überwinden Sie Ihren inneren Schweinehund

 Trotz stichhaltiger Argumente drücken sich viele um den Entschluss, etwas wegzugeben. Weshalb? Warum ist der innere Schweinehund so stark? Mögliche Gedanken sind: Man kann die Dinge vielleicht noch einmal gebrauchen. Doch wenn sie erst einmal weg sind, dann könnte man sich ärgern. Oder liegt es daran, dass materieller Besitz einen gewissen Status verleiht?  

„Bei älteren Leuten lässt sich ein Sicherheitsbedürfnis feststellen, insbesondere bei denjenigen, welche den Zweiten Weltkrieg erlebt haben“, sagt der Aufräum-Experte und Autor Stefan Kessler („Europäisches Feng Shui für eine neue Wohnkultur“). Und sicherlich, so vermutet er, spiele Erziehung eine Rolle. Manche Glaubenssätze sitzen tief und fest, wie zum Beispiel: „Man wirft etwas nicht weg, wenn es noch ganz ist.“

Sein Vorschlag, wie die gedanklichen Hürden überwunden werden können: „Visualisieren Sie den Endzustand vor Ihrem inneren Auge. Prüfen Sie, ob Sie sich wohlfühlen, wenn sich die Atmosphäre lichtet.“ Durchschreiten Sie Raum für Raum, schlägt Stefan Kessler vor und „erleben Sie Ihr Heim auf eine neue Art.“

Und noch einen Tipp gibt er mit auf den Weg: „Idealerweise wird die Räumungsaktion parallel zum Frühlingsputz durchgeführt. Die Krux liegt allerdings im Alltag. Es ist wie beim Abnehmen. Einige Pfunde verliert man rasch, aber das Idealgewicht zu halten fällt schwer.“

Wie bleibt unser Heim also krempelfrei? Welche Maßnahmen treffen wir? Ein Einkaufsstopp für drei Monate? Konsequenter Austausch – Neues kommt, Altes geht?

Stefan Kessler empfiehlt ein Drei-Punkte-Programm: „Die eigenen Konsumgewohnheiten überdenken, bewusst Ordnung halten sowie regelmäßig und konsequent entsorgen. Das ist die Lösung.“

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