Folge von Sonnenbädern: Weniger Kollagen und mehr Pigmentflecken

Wichtig: Die Haut vor weiterer UV-Strahlung schützen

Wenn die Haut zuviel Sonne ausgesetzt war, was üblicherweise fast immer an den Händen der Fall ist, erkennt man das an der unregelmäßigen Pigmentierung. Diese Sonnenfolgen werden wenig schmeichelhaft auch als Altersflecken bezeichnet, sind aber "eigentlich" Pigmentflecken, die mit zunehmendem Alter verstärkt auftreten.

Häufig schon ab Mitte 30 nimmt die Fähigkeit der Haut Wasser zu binden langsam ab. Spätestens mit den Wechseljahren wird sie dünner und trockener, Talg- und Schweißsekretion gehen zurück und die Sensibilität gegenüber Umweltreizen nimmt zu.

Die Haut wird faltig und verliert an Elastizität. Auch die Wundheilung dauert länger.

Zuviel Sonne und Sonnenbäder fördern den Abbau von Kollagen

Zu den gravierendsten Folgen intensiver UV-Strahlung, z. B. durch lange Sonnenbäder, gehört neben Pigmentflecken auch der Abbau von Kollagen, das dem Bindegewebe Halt und Festigkeit gibt. Die Haut wird schneller schlaff als genetisch festgelegt, da sich auch die Bindegewebsfasern zurückbilden. Wer es mit der Sonne übertreibt (und das verhindert auch keine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor) und vielleicht noch kräftig raucht, dessen Haut kann innerhalb weniger Jahre sehr schnell altern und im Extremfall 20 Jahre älter aussehen als normal gealterte Haut. Von vorzeitiger Hautalterung sollen bereits 45 Prozent der 41- bis 50-Jährigen und über 60 Prozent der 51 bis- 60-Jährigen betroffen sein.

Mit der älter werdenden Haut bildet sich auch ihre sogenannte Barrierefunktion gegen Umwelteinflüsse zurück, die Hautsensibilität nimmt zu. Die untrüglichen Kennzeichen: Die Haut wird empfindlicher zum Beispiel gegenüber Seifen, auch allergische Reaktionen treten häufiger auf.

Hautreinigungsprodukte mit neutralen bis leicht sauren Inhaltsstoffen

Ein erster Schritt hin zu einer angemessenen Hautpflege ist es, möglichst rechtzeitig auf alkalifreie Hautreinigungs-Produkte mit neutralen bis leicht sauren Inhaltsstoffen umzusteigen. Langes Waschen und Duschorgien sollten vermieden werden.

Insbesondere für die Gesichtswäsche gilt: Das Wasser sollte so kalt wie möglich sein, damit die hauteigenen Feuchthaltefaktoren so gering wie möglich beeinträchtigt werden. Ebenso wichtig ist es, die Barrierefunktion der Haut durch rückfettende Reinigungsmittel zu stärken. Auf übermäßig stark parfümierte Produkte als potentielle Allergieauslöser sollte man verzichten.

Auch wenn es in der Anti-Aging-Pflege in den letzten Jahren die eine oder andere Innovation gegeben hat, sind die entscheidenden Pflege-Basics gleich geblieben.

80 Prozent der Hautalterung "dank" UV-Strahlung

Da zirka 80 Prozent der Hautalterung auf UV-Strahlung zurückgeführt wird, sollten Gesichtspflegeprodukte für den Tag Lichtschutzfaktoren enthalten, die gleichzeitig auch ein gewisser Schutz vor Hautkrebs sind. „Jede hochwertige Tageskosmetik sollte einen nennenswerten Schutz sowohl gegen UV-A als auch gegen UV-B-Strahlen mit Lichtschutzfilter 12 bis 15

enthalten“, so Dr. Alexandra Ogilvie von der Hautklinik des Universitätsklinikums Erlangen. Sonnenschutz ist somit nicht nur etwas für den Hochsommer. Denn mittlerweile weiß man, dass auch schon geringe Mengen an UV-Strahlung, weit unterhalb der Sonnenbrandschwelle, das Kollagen schädigen und der Faltenbildung Vorschub leisten.

 

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