Hautpflege: Wie Nachtkerzenöl und Borretschöl Entzündungen hemmen und die Haut regenerieren

Altershaut braucht Feuchtigkeit. Fettreiche Kosmetika schützen vor einem übermäßigen Wasserverlust. Bewährt haben sich insbesondere Produkte, die Substanzen enthalten, die auch in der Haut vorkommen, aber mit zunehmendem Alter weniger werden: So sind Nachtkerzen- und Borretschöl reich an Linol- und Linolensäure, die auch Bestandteil der Haut sind und den Feuchtigkeitsverlust verlangsamen.

Neben dem Ersatz körpereigener Fette sind bei Altershaut auch Feuchthaltefaktoren

wichtig. Der Klassiker ist Harnstoff. Weitere Basisstoffe sind zum Beispiel Glycerin (wenn pflanzlichen Ursprungs), Milchsäure oder Aloe.

Panthenol: entzündungshemmende und hautregenerierende Eigenschaften

Ein großes Wasserbindungsvermögen hat die Hyaluronsäure, die deshalb auch in immer mehr Kosmetik-Produkten zu finden ist. Ebenso Verwendung findet Panthenol, das nicht nur die Feuchtigkeit in der Haut speichern hilft, sondern auch entzündungshemmende und hautregenerierende Eigenschaften hat. Der Wirkstoff ist insbesondere empfehlenswert bei rissiger und spröder Haut.

Doch lassen sich auch Alterungsprozesse der Haut aufhalten, vielleicht sogar rückgängig machen? Als ein wichtiger Faktor für die natürliche Alterung der Haut gilt ihre nachlassende Regenerationsfähigkeit, die durch die zunehmende Verzuckerung (Glykation) wichtiger Hautbestandteile ausgelöst wird: die Haut verliert ihre Elastizität, weil Fasern verhärten. Doch dieser Mechanismus kann aufgehalten werden, glaubt man bei Chanel. Denn in den Forschungslabors fand man heraus, dass der Extrakt aus dem indonesischen Bay-Cedar-Baum die Neubildung eines körpereigenen Enzyms anregt, das die Verzuckerung verlangsamt.

Die Verzuckerung der Haut in den Griff bekommen

Die Chemiker der Kosmetikfirma La Roche-Posay wollen die zunehmende Verzuckerung in der Haut anders in den Griff bekommen. Sie setzen auf den Stoff Carnosin, der natürlicherweise auch in der menschlichen Haut vorkommt und industriell hergestellt wird. Carnosin kann möglicherweise durch eine Stärkung der Abwehrfunktion den Verzuckerungsprozess der Haut verlangsamen.

Zumindest in der Theorie und im Reagenzglas funktionieren die Substanzen. Ob sich die Hautalterung damit wirklich sichtbar aufhalten lässt, dürfte in der Praxis vermutlich dann doch eher davon abhängen, wie genau man hinsieht.

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