Heilende Pflanzen: Brennnessel. Extrakt der Heilpflanze lindert Arthrose

Brennnesseln enthalten erstaunlich viele Mineralstoffe: Kalium, Kalzium und Magnesium

Wer hat im Frühjahr nicht schon die unangenehme Bekanntschaft gemacht mit Urtica dioica, der Großen Brennnessel: Die kleinen Brennhaare geben bei Hautberührung eine ameisensäurehaltige Flüssigkeit ab, deren Folgen noch lange danach zu spüren sind. Genau diese (wärmende) Brennwirkung auf der Haut hat man sich schon im Mittelalter zunutze gemacht. Bei Gelenkbeschwerden wurde mit Brennnesselruten auf die schmerzenden Stellen geschlagen, um sich Linderung zu verschaffen.

Ein paar hundert Jahre später untersuchten Mediziner diese Wirkung noch einmal genauer – mit wissenschaftlichen Methoden. Mehrere tausend Patienten mit Arthrose nahmen drei Wochen lang täglich 1,3 Gramm Brennnessel-Extrakt ein. Das Ergebnis: In über der Hälfte aller Fälle gingen die Schmerzen spürbar zurück, die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten konnte in vielen Fällen reduziert oder ganz eingestellt werden. Nebenwirkungen traten so gut wie keine auf.

Leckeres Rezept für Brennnessel-Salat

Brennnesseln enthalten erstaunlich viele Mineralstoffe, u.a. Kalium, Kalzium und Magnesium sowie Vitamine, insbesondere Vitamin K, das für einen gesunden Knochenstoffwechsel notwendig ist. Vermutet wird auch, dass das Vitamin vor Arterienverkalkung schützt. Aber auch der Gehalt an Vitamin C, E, Provitamin A, Kieselsäure und vielen sekundären Pflanzeninhaltsstoffen ist bemerkenswert. Beim Vitamin C-Gehalt zum Beispiel schlägt die Brennnessel grünen Kopfsalat um Längen.

Warum also nicht im Frühjahr, wenn die ersten jungen Brennnesseln sprießen, aus den Blättern einen Salat zubereiten? Dazu nimmt man 400 g Brennnesseln (gibt es manchmal auch auf Wochenmärkten); das Dressing ist eine Mischung aus Zitronensaft, Öl, Salz und Pfeffer. Wer will (und darf), gibt noch eine kleingehackte Knoblauchzehe dazu.

Heutzutage wird die Brennnessel als Tee oder Frischpflanzenpresssaft meist bei Entzündungen der Harnwege getrunken. Insbesondere über Niere und Galle regt die Brennnessel den Stoffwechsel an; weshalb sie im Frühjahr gerne als Entschlackungsmittel (z. B. fastenbegleitend als Saft) genommen wird.

Die oft beschworene „blutreinigende“ Wirkung sollte man aber nicht zu wörtlich nehmen. Gereinigt wird gar nichts, denn gottlob lässt der Saft das Blut in Ruhe. Als Kurzzeit-Stimulanz für einen über den Winter müde gewordenen Organismus ist die Brennnessel aber auch heute noch zu empfehlen.

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