Mittel gegen empfindliche Zähne

Wie Kaliumchlorid den Zahnnerv schützt

Empfindliche Zähne sind ein weit verbreitetes Phänomen. Wenn man für eine Spezialbehandlung nicht gleich zum Zahnarzt gehen will, helfen häufig auch frei erhältliche Spülungen und spezielle Zahncremes.

Ein gute schmerzlindernde Wirkung wird auch Aminfluorid (Olaflur) nachgesagt. Es wirkt desensibilisierend, indem es die Dentinkanälchen verschließt. Gleichzeitig kommt es auf dem freiliegenden Zahnhals zur Bildung einer kalziumfluoridhaltigen Deckschicht die hilft, die Remineralisation zu fördern. Olaflur wird nach Herstellerangaben in allen elmex Produkten verwendet. Es steckt aber z. B. auch in der Mundspülung „eurodont“ von Aldi-Nord.

Natriumfluorid hat nur eine mäßig desensibilisierende Wirkung. Über einen anderen Wirkstoff, der zum Beispiel in der „Listerine Total Care Sensitive“-Mundspülung enthalten ist – Kaliumnitrat, ist nur wenig bekannt. Nach Angaben des Herstellers erhöht er die Kaliumkonzentration in den schon erwähnten Kanälchen im Dentin und macht sie unempfindlicher gegen Schmerz.

Häufig gehen die Schmerzen schon nach einigen Anwendungen zurück

Wie lange die Zähne mit den speziellen Mundspülungen und Cremes behandelt werden sollten, ist individuell sehr unterschiedlich. Häufig gehen die Schmerzen schon nach einigen Anwendungen zurück. Danach reicht der Schutz durch ganz normale Zahncreme aus. Dass die Mittel gar nicht wirken, kommt eher selten vor. Eine Linderung der Schmerzen ist die Regel.

Warum es gerade Frauen sind, die häufiger mit sensiblen Zähnen zu tun haben? Vermutet wird, dass die Ursache der Kalziummangel ist, unter dem viele Frauen in der Schwangerschaft leiden. Bei mangelnder Kalziumversorgung greift der Organismus des wachsenden Kindes dann auf die Mineralienvorräte in den Knochen und Zähnen der Mutter zurück.

Zahnunfreundliche Getränke: Mit Energiedrinks und Limonade geht Zahnschmelz verloren. Cola ist am harmlosesten

So sind unsere Zähne aufgebaut: Die oberste Schicht ist der Zahnschmelz, gefolgt vom Zahnbein. Und wenn das freiliegt, kommt es z. B. bei Extremtemperaturen zu ziehenden Schmerzen.

In einer Studie der Universität von Maryland (USA) wurde errechnet, wie viel Zahnschmelz verloren geht, wenn zahn-unfreundliche Getränke über einen Zeitraum von 10 Jahren regelmäßig getrunken werden. Am dramatischsten greifen Energydrinks mit 29 Milligramm (mg) Zahn­substanzverlust pro Quadratzentimeter die Zähne an. Es folgen Sportgetränke mit 20 mg pro cm2 und Limonade mit 12 mg pro cm2.

Erstaunlich: Auch Schwarzer Tee greift den Zahnschmelz an (5 mg pro cm2). Cola, wahrlich kein Gesundheitsgetränk, ist zumindest in punkto Zahnunfreundlichkeit am harmlosesten, hier sind es nur 3 mg pro cm2. Grund ist der hohe Gehalt an zahnhärtendem Phosphat. → weiter mit Seite 3

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