Natürlich durch die Wechseljahre: Natürliches Progesteron noch wirksamer

Auch bei längerfristiger Anwendung kein gesteigertes Brustkrebsrisiko

Nebenwirkungen wurden nur wenige beschrieben: Gelegentlich traten bei der Anwendung von Yams-Gel an den Auftragstellen Hautrötungen auf.

Produkte aus medizinischem Yams sind für die äußere aber auch für die innere Anwendung erhältlich. Es gibt sie als Creme, Gel oder Nahrungsergänzungsmittel (z. B. als Pulver oder Kapsel) rezeptfrei im Handel.

Stärker wirksam als Yamswurzelpräparate sind Zubereitungen aus natürlichem Progesteron, das ebenfalls bei der Behandlung von Wechseljahresproblemen und Regelschmerzen zum Einsatz kommt.

Wechseljahresbeschwerden mit natürlichem Progesteron behandeln

Hauptaufgabe des Progesterons (deutsch: Gelbkörperhormon) ist es, eine Schwangerschaft vorzubereiten. Es ist gleichzeitig auch das erste Hormon, das mit den beginnenden Wechseljahren zurückgeht und bei vielen Frauen zu unterschiedlichen Beschwerden führt.

Der amerikanische Arzt Dr. John R. Lee erkannte schon vor Jahrzehnten die besondere Bedeutung des Hormons und behandelte die Wechseljahresbeschwerden vieler seiner Patien­tinnen erfolgreich mit natürlichem Progesteron.

Hergestellt wird dieses naturidentische Hormon aus Pflanzen, die viel vom schon erwähnten Progesteron-Voräufer Diosgenin enthalten (z. B. Yams-Wurzeln, Bockshornkleesamen). Das Erstaunliche: Biochemisch ist das hergestellte Progesteron identisch mit dem körpereigenen Progesteron, weshalb bei vorschriftsmäßiger Verwendung bislang auch keine Nebenwirkungen bekannt geworden sind.

Natürliches Progesteron: Kein gesteigertes Brustkrebsrisiko

Das wurde bei einer großen Untersuchung des französischen Nationalen Gesundheitsinstituts bestätigt. In der über sieben Jahre laufenden Studie mit fast 70.000 Frauen stellten die Mediziner fest: Natürliches (mikronisiertes) Progesteron bewirkte auch bei längerfristiger Anwendung kein gesteigertes Brustkrebsrisiko. Das Risiko war am höchsten bei der Kombination mit synthetischen Gestagenen.

Fachleute empfehlen übrigens, Progesteron als Gel oder Creme auf die Haut aufzutragen, denn als Pille oder Kapsel geschluckt, wird das aufgenommene Progesteron in der Leber weitgehend inaktiviert.

Nur bei sehr schlanken Frauen liege oft ein echter Östrogen-Mangel vor

Im weiblichen Körper ist das Progesteron der Gegenspieler zum Östrogen. Häufig liegt schon zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr ein Ungleichgewicht dieser beiden Hormone vor. In den meisten Fällen seien Probleme im Zusammenhang mit der Regelblutung deshalb eine Folge der Östrogendominanz, wie Dr. John Lee es nennt.

Und noch etwas postuliert der US-Mediziner: 80 Prozent der Frauen haben auch in und nach der Menopause noch genügend Östrogen. Nur bei sehr schlanken Frauen liege oft ein echter Östrogen-Mangel vor. → weiter mit Teil 3     

 

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