Natürlich durch die Wechseljahre: Was sonst noch helfen kann

Fitness und pflanzliche Mittel

Auch wenn Wechseljahresbeschwerden und Probleme im Zusammenhang mit der Regel (PMS) auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, so lassen sich doch insbesondere die leichten und mittelschweren Formen auf gleichem Weg gut in den Griff bekommen. Denn PMS und Beschwerden in den Wechseljahren können als Folge eines hormonellen Ungleichgewichts begriffen werden.

An erster Stelle steht Fitness und viel frische Luft. Je nach Temperament gehören dazu auch Entspannungsübungen, autogenes Training, Yoga oder Meditation.

„Regelmäßige Bewegung bewirkt eine bessere Durchblutung des Unterleibs, durch die die Keimdrüsen in ihrer Tätigkeit unterstützt werden", so die Apothekerin und Hormonexpertin Christina Sachse

Empfehlenswert in den Wechseljahren: Walken, Inline-Skaten, Tanzen, schnelles Gehen, Bauchtanz, Trampolin springen und Aerobic

"Bewegung ist ferner immunstimulierend, darmanregend, wirkt gegen Bindegewebsschwäche und ist entgiftend. In den Wechseljahren kann der Endorphinspiegel („Glückshormone“) absinken, der einen Einfluss auf das Essverhalten, Antrieb, Leistungsfähigkeit und Stimmung hat. Regelmäßige sportliche Betätigung steigert diese Endorphinausschüttung“, sagt Christina Sachse. Ihre Empfehlung: 3 bis 5 mal pro Woche für 20 bis 30 Minuten Fitness „fordernd, jedoch nicht überfordernd“ und am besten an der frischen Luft.

Wichtig für Frauen in den Wechseljahren: „Kraftelemente üben durch den Muskelzug an den Knochen einen Knochenaufbaureiz aus“, so Christina Sachse. Von Nutzen sind insbesondere Prellball und andere Ballspiele. Die Muskulatur um Becken und Hüftbereich wird durch Walken und Inline-Skaten gestärkt. Ebenfalls empfehlenswert: Tanzen, schnelles Gehen, Bauchtanz, Trampolin springen und Aerobic.

Körperlich aktive Frauen haben weniger Hitzewallungen

Durch viele Erfahrungsberichte ist belegt, dass körperlich aktive Frauen auch weniger Hitzewallungen haben und besser schlafen können.

Stress und Dauerbelastung, so sehen es insbesondere naturheilkundlich orientierte Ärzte, verstärken das hormonelle Ungleichgewicht in den Wechseljahren. Stress gilt es deshalb abzubauen oder zumindest auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Auch hier helfen Bewegung und Entspannung. Viel Schlaf zum Regenerieren und ein Leben mit regelmäßigen Essenszeiten gehören ebenfalls dazu.

Bewährt in den Wechseljahren: pflanzliche Mittel auf der Basis von Soja oder Traubensilberkerze

Von einer gesunden Ernährung  profitiert jede Frau (und natürlich jeder Mann) in jeder Lebensphase. „Gesunde Ernährung“ heißt erst einmal nichts anderes als: Nahrungsmittel kaufen mit möglichst wenig Zusatzstoffen; wenn es geht, auf Fertiggerichte und andere industriell hoch verarbeitete Esswaren verzichten; ungespritztes Obst und Gemüse bevorzugen (mit Bio-Ware fährt man immer noch am besten).

Mit Mönchspfeffer Wechseljahresbeschwerden lindern

Unter den pharmazeutischen Produkten zur Linderungen von PMS gibt es neben vielen Schmerzmitteln wie zum Beispiel Ibuprofen und Naproxen – die erst eingenommen werden sollten, wenn die sanfteren Methoden nicht wirken – auch pflanzliche Wirkstoffe. Dazu gehört zum Beispiel Mönchspfeffer. Der wird nicht nur zur Behandlung des Prämenstruellen Syndroms eingesetzt wird, sondern auch zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden. Mönchspfeffer fördert die Hormonregulation bei unregelmäßigem Zyklus; ihn gibt es auch als homöopatisches Arzneimittel; Präparate mit diesem Wirkstoff dürfen aber nicht in der Schwangerschaft eingenommen werden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Entwicklung des Fötus gestört wird.

Zur Behandlung von Beschwerden in den Wechseljahren haben sich auch pflanzliche Mittel auf der Basis von Soja oder Traubensilberkerze bewährt. Aufgrund der östrogenartigen Wirkung sind sie aber nicht für Frauen mit hormonabhängigen Tumoren geeignet. → Zurück zu Teil 1

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