Natürlich durch die Wechseljahre: Wie die Yamswurzel Beschwerden lindert

. . . und auch die sexuelle Lust steigert

Klassische Hormonersatztherapien sind in vielen Arztpraxen immer noch das Mittel der Wahl bei Beschwerden in den Wechseljahren. Alternative Behandlungswege werden oft gar nicht in Erwägung gezogen. Wir stellen sie Ihnen auf den folgenden Seiten vor. Darunter auch zwei sanfte Helfer, die bisher eher ein Schattendasein geführt haben: Präparate aus der Yamswurzel und natürliches Progesteron.

Eine langjährige Untersuchung des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg ergab vor einigen Jahren, dass sich das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, deutlich erhöht, wenn die Hormonersatztherapie länger als fünf Jahre dauert.

„Diese Ergebnisse bestätigen Befunde einer amerikanischen und einer britischen Untersuchung, die in den Jahren 2002 und 2003 Aufsehen erregten“, sagt der Studienleiter Prof. Wilhelm Braendle. Und er wiederlegt damit den damals häufig zu hörenden Einwand, die Ergebnisse der amerikanischen Studien ließen sich nicht auf Deutschland mit seinen ganz anderen Verschreibungsgewohnheiten übertragen.

Medizinische Yamswurzel zur Regulierung des weiblichen Zyklus’

Alternativen zur klassischen Hormonersatztherapie gibt es  – und das sind nicht nur die immer wieder erwähnten Präparate aus Soja oder Traubensilberkerze, die Beschwerden lindern können.

Immer noch ein Geheimtipp ist die medizinische Yamswurzel (lat. Dioscorea villosa). In vielen Gegenden der Welt wird sie schon seit langem zur Regulierung des weiblichen Zyklus’ eingesetzt.

Verantwortlich für die medizinische Wirksamkeit ist der Inhaltsstoff Diosgenin. Es handelt sich dabei um eine Vorstufe des natürlichen Hormons Progesteron, das daraus gewonnen werden kann. In der Yamswurzel steckt besonders viel Diosgenin.

Wie der Inhaltsstoff im Körper wirkt, ist noch nicht völlig geklärt. So wird unter anderem vermutet, dass Diosgenin die Produktion des Hormons DHEA stimuliert. Von diesem Hormon weiss man, dass es den Alterungsprozess verlangsamt.

Mit Yamsgel weniger Brustspannen, Wassereinlagerungen und Stimmungsschwankungen

Obwohl die medizinische Yamswurzel bislang wissenschaftlich noch nicht intensiv untersucht wurde, gibt es schon viele Anwendungsbeobachtungen. So sagt die Freiburger Ärztin und Autorin des „Frauenheilbuchs“ Heide Fischer, dass viele Frauen mit prämenstruellen Beschwerden (PMS) nach der Anwendung eines Yamsgels über deutlich weniger Brustspannen, Wassereinlagerungen, Schmierblutungen oder Stimmungsschwankungen berichteten.

Auch bei Wechseljahresbeschwerden zeigte sich die Wirksamkeit dieses Yamswurzel-Präparates. So registrierten Anwenderinnen weniger oder nicht so starke Hitzewallungen. Bei anderen Frauen nahm zusätzlich oder alleine das Körpergewicht ab. Auch von einer  Zunahme ihrer sexuellen Lust berichteten Frauen. (Foto: dreamstime.com). → weiter mit Teil 2

Bewertung: 

Durchschnitt: 5 (4 votes)

Die Stichworte zu folgenden Themen könnten Sie ebenfalls interessieren: