Phytinsäure aus dem Getreide kann Mineralien im Körper binden

Im Sauerteigbrot wird die Phytinsäure größtenteils durch das Enzym Phytase abgebaut

Sie steckt im Müsli und im Brot und gibt immer wieder Anlass zu Diskussionen. Denn Phytinsäure, die insbesondere in den Randschichten von Getreidekörnern vorkommt, hat die Eigenschaft, verschiedene Mineralstoffe wie Calcium, Eisen und Zink chemisch zu binden (zumindest zum Teil).

Die wertvollen Mineralien können dann nicht mehr vom Körper aufgenommen werden. Soweit die Theorie.

Wer sich bei seiner täglichen Ernährung hingegen an einige Regeln hält, braucht sich keine Sorgen zu machen:

- Essen Sie vorzugsweise nur Brot mit einer „langen Teigführung“ wie es im Bäckerdeutsch heißt. Das ist zum Beispiel beim Sauerteigbrot der Fall. Denn dann wird die Phytinsäure größtenteils durch das Enzym Phytase abgebaut und die Mineralien können vom Körper aufgenommen werden.

- Sie essen morgens Müsli? Dann weichen Sie es über Nacht in etwas kaltem Wasser ein; die Enzyme haben dann genügend Zeit, die Phytinsäure abzubauen. Das funktioniert aber nur, wenn das Getreide vorher nicht erhitzt wurde; ansonsten sind die Enzyme gar nicht mehr vorhanden.

- Auf Weizenkleie als Nahrungsergänzungsmittel sollte man nur im Ausnahmefall zurückgreifen, denn hier ist Phytinsäure hoch konzentriert enthalten. →nächster Bericht

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