Tees gegen Menstruationsbeschwerden

Viele Beschwerden während der Menstruation lassen sich so lindern

Menstruationsbeschwerden sind für viele Frauen die Regel: Die Brüste spannen, die Stimmung schwankt, Magenkrämpfe machen sich bemerkbar, Migräne und Kopfschmerzen lassen die Tage zur Qual werden. Folgende Tees können helfen, diese und andere Beschwerden zu lindern.

Starke Regelblutungen

Wenn die Menstruation sehr heftig ist, kann folgende Kräutermischung Linderung bringen:

  1. Hirtentäschel, 50 g
  2. Brennnesselkraut, 20 g
  3. Schafgarbe, 20 g
  4. Frauenmantel, 20 g

Zubereitung: 2 Teelöffel pro Tasse; heiß überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen; 2 bis 3 Tassen täglich schluckweise trinken.

Magenkrämpfe

Viele Menstruationsbescherden gehen mit Magenkrämpfen einher. Bewährt haben sich in diesem Zusammenhang Teemischungen mit Gänsefingerkraut . Die krampflösende Wirkung wird insbesondere durch den hohen Anteil an Gerbstoffen erzielt.

  1. Gänsefingerkraut, 50 g
  2. Frauenmantel, 40 g
  3. Schafgarbe, 20 g
  4. Damianablätter, 30 g

Zubereitung: 2 Teelöffel pro Tasse, mit heißem Wasser übergießen. Bei Unterleibskrämpfen bis zu 5 Tassen über den Tag verteilt trinken; auch vorbeugend möglich (vor der Regelblutung); bis zu 3 Tassen täglich.

Schlaflosigkeit

Auch Schlafstörungen gehören zu den Menstruationsbeschwerden und treten nicht selten auf. Inbesondere vor der Menstruation haben manche Frauen einen unruhigeren Schlaf. Das Mittel der Wahl bei Einschlafschwierigkeiten ist die Baldrianwurzel. Zusammen mit anderen schlaffördernden Kräutern ist sie in folgender Mischung enthalten:

  1. Baldrianwurzeln, 40 g
  2. Hopfen, 20 g
  3. Melisse, 20 g

Zubereitung: 2 Teelöffel pro Tasse; mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Eine Stunde vor dem Schlafen schluckweise trinken.

Appetitlosigkeit

Während der Menstruation können Essattacken auftreten, aber auch Appetitlosigkeit kann sich bemerkbar machen. Im letzteren Fall können Pflanzen, die Bitterstoffe enthalten, sinnvoll sein. Sie regen u.a. die Magensaft- und Speichelproduktion an.

  1. Löwenzahnwurzel und -kraut, 50 g
  2. Benediktenkraut, 40 g
  3. Wermutkraut, 20 g

Zubereitung: 1 bis 2 Teelöffel pro Tasse; mit heißem Wasser übergießen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen (je länger, desto bitterer der Tee); drei mal täglich eine Tasse, am besten eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten.

Niedriger Blutdruck

Kalte Füße und Hände sind die auffälligsten Symptome von niedrigem Blutdruck, der auch regelmäßig während der Menstruation auftreten kann. Hinzukommen können auch noch Kopfschmerzen und Schwindel. Tee aus Besenginsterkraut soll auch starke Regelblutungen lindern; nicht bei Bluthochdruck und Schwangerschaft (Fehlgeburt!) trinken.

Zubereitung: 1 knapper Teelöffel Besenginsterkraut wird mit einem Becher Wasser (heiß) übergossen, 10 Minuten ziehen lassen; 3 mal täglich eine Tasse trinken.

Kopfschmerzen – der "Klassiker" unter den Menstruationsbeschwerden

Fiebersenkend und schmerzstillend – das ist die Wirkung der Weidenrinde. Der Hauptwirkstoff ist das Salicin, das ähnlich wirkt wie die synthetisch hergestellte Acetylsalicylsäure, die in Tablettenform häufig geschluckt wird. Weidenrinde hilft deshalb nicht nur bei leichten Kopfschmerzen, sondern lindert auch Erkältungssymptome.

  1. Weidenrinde, 20 g
  2. Pfefferminzblätter, 50 g

Zubereitung: 1 bis 2 Teelöffel der Mischung mit heißem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen; 3 bis 4 mal täglich eine Tasse trinken; der hohe Gerbstoffgehalt der Weidenrinde kann zu Magenbeschwerden führen.

Prämenstruelle Beschwerden

Unter Beschwerden vor der Menstruation (Prämenstruelles Syndrom, PMS) leiden vielen Frauen. Die Symptome (u.a. Schwellung der Brüste, Niedergeschlagenheit) treten ein bis zwei Wochen vor der Regel auf.

  1. Frauenmantelkraut, 40 g
  2. Johanniskraut, 20 g
  3. Liebstöckelwurzel, 30 g
  4. Melissenblätter, 20 g
  5. Mönchspfefferfrüchte, 40 g
  6. Schafgarbenkraut, 30 g

Zubereitung: 2 Teelöffel pro Tasse; heiß überbrühen und 10 bis 12 Minuten ziehen lassen; 2 bis 3 Tassen täglich schluckweise trinken.

Venenerkrankungen

Schweregefühl, Schmerzen und Schwellungen in den Beinen sind meist Anzeichen einer Venenerkrankung. Die Beschwerden nehmen während der Menstruation zwar häufig zu, zählen aber eigentlich nicht zu den Menstruationsbeschwerden. Unser Tee auf der Basis von Steinkleekraut verbessert u.a. den Lymphfluss und setzt die Durchlässigkeit der Gefäßwände herab; für Schwangere nicht geeignet.

  1. Steinkleekraut, 20 g
  2. Ringelblumenblüten, 30 g
  3. Mariendistelkraut, 40 g
  4. Pfingstrosenblüten, 20 g

Zubereitung: 2 Teelöffel pro Tasse; mit heißem Wasser übergießen und 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. Als Venentherapeutikum können 2 bis 3 Tassen am Tag auch über einen längeren Zeitraum getrunken werden (2 bis 3 Monate).

Migräne

Migräne zählt für viele Frauen zu den immer wieder auftretenden Menstruationsbeschwerden. Tee auf der Basis von Mutterkrautblättern (ähneln Gänseblümchen) eignet sich insbesondere zur Vorbeugung, wenn auch nicht zur Behandlung akuter Migräneanfälle. Die Wirksamkeit wurde in diversen klinischen Studien unter Beweis gestellt.

  1. Mutterkrautblätter, 20 g
  2. Frauenmantelkraut, 30 g
  3. Weidenrinde, 30 g
  4. Gänsefinderkraut, 30 g
  5. Mädesüßblüten, 20 g

Zubereitung: 2 Teelöffel pro Tasse; mit heißem Wasser übergießen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Vorbeugend 1 bis 2 Tassen täglich. Im Akutfall kann auf bis zu 5 Tassen erhöht werden; Tee nicht in der Schwangerschaft trinken.


Sammeln oder kaufen?

 Haben Sie Spaß daran, durch die Natur zu streifen und Ausschau nach Kräutern und anderen Pflanzen zu halten? So interessant und lehrreich diese Freizeitbeschäftigung sein kann – es dürfte schwer sein, bestimmte Kräuter für eine ausgesuchte Teemischung zu finden. Außer man ist eine ausgewiesene Kräuterexpertin und weiß, wo was wächst. Hinzu kommt, dass die Menge der enthaltenen Inhaltsstoffe je nach Standort stark schwanken kann – den Pflanzen sieht man das aber nicht an. Und dann muss das Sammelgut ja auch noch an einem geeigneten Platz getrocknet werden. In der Praxis dürften das ziemlich hohe Hürden sein. Da ist man doch in einem Kräuterladen oder einer auf Tees spezialisierten Apotheke besser aufgehoben. Dort bekommt man dann eventuell auch noch Tipps, wie Teemischungen abgewandelt werden können, wenn eine bestimmte Sorte nicht vorrätig ist.


Depressive Verstimmung vor der Menstruation

Depressive und ängstliche Verstimmungen treten gelegentlich in der zweiten Zyklusphase nach dem Eisprung auf. Bei regelmäßiger Niedergeschlagenheit und leichten Depressionen hilft traditionell Johanniskraut.

  1. Johanniskraut, 50 g
  2. Mateblätter, 50 g

Zubereitung: 2 Teelöffel pro Tasse; mit heißem Wasser übergießen und 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. Wenn nach einem Zeitraum von vier bis sechs Wochen keine Besserung eintritt, sollte die Therapie überprüft werden. Nebenwirkung (Johanniskraut): Gelegentlich erhöhte Empfindlichkeit gegen Sonnenlicht.

Wechseljahres-Beschwerden

Die folgende Teemischung setzt sich überwiegend aus östrogenartig wirkenden Pflanzen zusammen und soll die hormonellen Schwankungen in den Wechseljahren ausgleichen helfen.

  1. Hopfen, 30 g
  2. Frauenmantelkraut, 20 g
  3. Melissenblätter, 20 g
  4. Rotkleeblüten, 30 g
  5. Salbeiblätter, 20 g

Zubereitung: 2 Teelöffel pro Tasse; mit heißem Wasser übergießen; 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. 2 bis 4 Tassen über den Tag verteilt trinken.

Schöne Haut trotz Menstruation

Unter dem Einfluss der schwankenden Hormone verschlechtert sich bei vielen Frauen während der Menstruation das Hautbild. Hier kann folgende Teemischung helfen, die sich auch bei leichten Hautentzündungen (u.a. Neurodermitis und Schuppenflechte) bewährt hat; ebenso bei wiederkehrenden Entzündungen der Scheidenhaut und prämenstrueller Akne (als Badezusatz).

  1. Stiefmütterchenkraut, 50 g
  2. Frauenmantelkraut, 40 g
  3. Erdrauchkraut, 30 g
  4. Wallnussblätter, 30 g

Zubereitung: 2 Teelöffel pro Tasse; mit heißem Wasser übergießen; 10 Minuten ziehen lassen. 2 bis 3 Tassen täglich; 4 bis 6 Wochen lang; auch als Badezusatz (1 Hand voll) geeignet.

Menstruationsbeschwerde "übermäßiges Schwitzen"

Vor oder während der ersten Tage der Menstruation schwitzen manche Frauen besonders stark. Neuere klinische Studien belegen die Wirksamkeit von Salbeiblätter-Zubereitungen bei vermehrter Schweißsekretion wie sie zum Beispiel auch in den Wechseljahren auftreten kann; auch als Zugabe bei Bädern geeignet.

  1. Salbeiblätter, 50 g
  2. Hopfenblüten, 20 g

Zubereitung Tee: 1 bis 2 Teelöffel pro Tasse; heiß überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Den Tee nur lauwarm oder kalt trinken. 1 bis 2 Tassen täglich; Dauer: 2 bis 4 Wochen.  Vollbad: Hand voll Tee heiß überbrühen, ziehen lassen, abseihen und ins Badewasser gießen.

Reizblase

Das Leiden ist unangenehm – und das Weidenröschen kann helfen. Bestimmten Inhaltsstoffen der Pflanze wird nachgesagt, eine gereizte Blase zu beruhigen. Ein vermehrter Harndrang macht sich bei einigen Frauen auch regelmäßig während der Menstruation bemerkbar. Denn bestimmte Hormone (u.a. das Progesteron) entspannen die Beckenbodenmuskulatur, was auch zu einer Veränderung des Harndrangs führen kann – frau muss häufiger auf die Toilette. Auch hier kann der Tee helfen. Meist verschwinden diese Beschwerden aber wieder, wenn die Menstruation einsetzt.

  1. Weidenröschenkraut, 20 g
  2. Frauenmantelkraut, 40 g

Zubereitung: 2 Teelöffel pro Tasse; heiß überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen; 1 Tasse täglich; Wirkung soll erst nach längerer Zeit eintreten (2 bis 3 Monate).

 

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