Wenn Amalgam zur Gefahr wird

Gute Nachricht: Der Körper lässt sich wieder entgiften

Schwermetalle sind unserer Gesundheit abträglich. Das bekannteste dieser Metalle ist Quecksilber, das zu 50 Prozent im Amalgam steckt. Auch heute noch werden damit Zahnlöcher verstopft. Sind Amalgam-Füllungen ein Gesundheitsrisiko?

Es gibt kaum ein Thema, um das seit Jahrzehnten mit soviel Ausdauer gestritten wird: Während die Mehrheitsmeinung sagt, dass von dem im Amalgam enthaltenen Quecksilber keinerlei Gefahr ausgeht, sind sich die Amalgam-Kritiker einig, dass die Gefahren nicht zu überschätzen sind.

Von niemandem bestritten wird, dass freies Quecksilber eines der stärksten Gifte für den Organismus ist. Aber im Verbund mit anderen Metallen, wie zum Beispiel als Füllmaterial bei kariösen Zähnen, verliere es seine Gefährlichkeit vollständig, so die Amalgam-Befürworter. Wissenschaftliche Studien hätten eine „Gefahr nicht bestätigt“, sagt die Allgemeine Ortskrankenkasse, die die ganze Aufregung nicht versteht. Sie beklagt vielmehr, dass „bei vielen Menschen Amalgamfüllungen unnötig entfernt“ worden seien.

Amalgam geht in den Körper und ins Gehirn über

Doch wie es scheint (und das ist in der Wissenschaft oft der Fall), werden hier – aus welchen Gründen auch immer – die Studien der Gegenseite ignoriert. Denn Fakt ist auch: Menschen mit Amalgamfüllungen nehmen je nach Anzahl der Plomben 1 bis 22 Mikrogramm Quecksilber pro Tag auf. Das meiste davon geht in den Körper und ins Gehirn über und verbleibt dort.

„Das ist zehnmal soviel Quecksilber als durch regelmäßiges Essen von Fisch aufgenommen wird“, wie vor kurzem in der amerikanischen Fachzeitschrift „Journal of Alzheimer’s Disease“ zu lesen war. Und genau diese Krankheit, nämlich Alzheimer, ist es, die amalgamkritische Wissenschaftler umtreibt.

Indizien, dass Alzheimer durch Amalgam ausgelöst wird

Es gibt bisher zwar noch keine Beweise, aber doch sehr starke Indizien, dass Alzheimer durch Amalgam ausgelöst oder zumindest begünstigt wird.

Andere mit Quecksilber in Verbindung gebrachte Erkrankungen und Beschwerden sind Autismus, Muskel- und Gelenkschmerzen, Dauermüdigkeit, erhöhte Infektanfälligkeit, Migräne, Heuschnupfen etc..

Was kann man aber nun unternehmen, wenn man nicht solange warten will, bis sich die Wissenschaftler auf eine gemeinsame Linie geeinigt haben?

Chelat-Therapie

Das Stichwort heißt entgiften (auch ausleiten genannt) und kommt immer dann infrage, wenn eine Krankheiten auslösende Amalgambelastung des Organismus vermutet werden kann. Das Verfahren nennt sich Chelat-Therapie und wird von spezialisierten Medizinern durchgeführt. Dabei werden Medikamente gespritzt, die Schwermetalle binden, die dann über die Nieren ausgeschieden werden. Diese sogenannten Chelat-Bildner heißen zum Beispiel EDTA (eine künstliche Aminosäure) oder DMPS. Die Kosten der Behandlung und insbesondere die der Medikamente sind nicht unerheblich. Sie können sich je nach Behandlungsdauer auf 2000 bis 3000 Euro belaufen. Therapeuten findet man im Internet zum Beispiel unter www.metall-ausleitung.de (Ärztegesellschaft für Klinische Metalltoxikologie e.V., Telefon: 06129/5029719)

Schwermetalle mit Chlorella-Algen ausleiten

Weniger schnell aber dafür sanfter und preiswerter sollen Algenpräparate (Chlorella-Algen) Schwermetalle ausleiten können. In der Alternativmedizin werden sie geradezu als Wundermittel gepriesen. Das Problem: In der Vergangenheit waren immer wieder verunreinigte Algen im Handel aufgetaucht. Deshalb sollte man darauf achten, dass es sich bei den Präparaten um Chlorella-Algen handelt, die in geschlossenen Systemen herangewachsen sind und nicht in offenen Teichen.

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