Yamswurzel – Mit natürlichem Progesteron weniger Brustspannen, Wassereinlagerungen und Stimmungsschwankungen

Wechseljahresbeschwerden durch Östrogenmangel?

Das erstaunliche ist: Biochemisch ist das hergestellte Progesteron identisch mit dem körpereigenen Progesteron, weshalb bei vorschriftsmäßiger Verwendung bislang auch keine Nebenwirkungen bekannt geworden sind.

Das wurde bei einer großen Untersuchung des französischen Nationalen Gesundheitsinstituts bestätigt. In der über sieben Jahre laufenden Studie mit fast 70.000 Frauen stellten die Mediziner fest: Natürliches (mikronisiertes) Progesteron

bewirkte auch bei längerfristiger Anwendung kein gesteigertes Brustkrebsrisiko. Das Risiko war am höchsten bei der Kombination mit synthetischen Gestagenen.

Fachleute empfehlen übrigens, Progesteron als Gel oder Creme auf die Haut aufzutragen, denn als Pille oder Kapsel geschluckt, wird das aufgenommene Progesteron in der Leber weitgehend inaktiviert.

Behandlung mit natürlichem Progesteron

Im weiblichen Körper ist das Progesteron der Gegenspieler zum Östrogen. Häufig liegt schon zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr ein Ungleichgewicht dieser beiden Hormone vor. In den meisten Fällen seien Probleme im Zusammenhang mit der Regelblutung deshalb eine Folge der Östrogendominanz, wie Dr. John Lee es nennt.

Und noch etwas postuliert der US-Mediziner: 80 Prozent der Frauen haben auch in und nach der Menopause noch genügend Östrogen. Nur bei sehr schlanken Frauen liege oft ein echter Östrogen-Mangel vor. Sind also beschleunigter Knochenabbau, die Trockenheit von Haut und Schleimhäuten (trockene Scheide) oder Hitzewallungen etc. eher auf verminderte Progesteronspiegel im Blut zurückzuführen und nicht auf zuwenig Östrogen?

Solche Ansichten widersprechen zumindest der etablierten Lehrmeinung. Denn die geht davon aus, dass die klassischen Wechseljahresbeschwerden eher von einem Östrogenmangel erzeugt werden. Natürliches Progesteron kann in vielen Fällen trotzdem die richtige Therapie sein. Denn in manchen Zellen der Eierstöcke fungiert Progesteron als Ausgangsstoff für die körpereigene Produktion von Östrogenen. Das erklärt, wieso Progesteron auch wie Östrogen wirken kann. Nur in wirklich schweren Fällen von Wechseljahresbeschwerden brauchen Frauen dann eine Extraportion dieses weiblichen Hormons.

Spätestens jetzt stellt sich die Frage, warum kauffertige Präparate mit natürlichem Progesteron so gut wie gar nicht auf dem hiesigen Arzneimittelmarkt vertreten sind.

Fakt ist: Unter den Mitteln „gegen Beschwerden in den Wechseljahren“ – aufgelistet im Pharmazie-Nachschlagewerk „Bittere Pillen“ – findet sich unter den zirka 50 Präparaten kein einziges mit „natürlichem Progesteron“. Lediglich unter den Mitteln „gegen Zyklusstörungen und -beschwerden“ (z. B. PMS) stößt man auf zwei Progesteron-Präparate.

Gestagene – synthetische Hormone mit vielen Nebenwirkungen

Das Desinteresse der meisten Pharmafirmen an dem „natürlichen Progesteron“ ist aus medizinischer Sicht unverständlich. Der Grund dürfte eher sein, dass natürliche Hormone nicht patentierbar und damit aus Firmensicht wirtschaftlich uninteressant sind. Deshalb wandelt man sie chemisch immer ein klein bisschen ab, so dass sie beim Patentamt als innovatives Produkt durchgehen und den Krankenkassen teuer verkauft werden können.

Diese künstlichen (synthetischen), progesteronähnlichen Substanzen heißen dann Gestagene. Das Problem ist nur: Sie können vom Körper nicht mehr richtig verstoffwechselt werden und verursachen die Nebenwirkungen, mit denen die Hormonersatztherapie zu kämpfen hat.

„Synthetische Gestagene sind in allen kombinierten Antibabypillen enthalten. Auch bei der Hormontherapie der Wechseljahre hat man diese – und nicht das natürliche Progesteron – bisher fast ausschließlich eingesetzt. Synthetische Gestagene sind oft riskant, beispielsweise an den Gefäßen und am Brustgewebe, natürliches Progesteron dagegen schützt“, fasst der Hormonspezialist Dr. Alexander Römmler aus München die Fachdiskussion zusammen. Weiter sagt er: „Die Studien zur Hormonersatztherapie zeigen, dass viele synthetische Gestagene in Kombination mit Östrogenen oder auch alleine mit nennenswerten Brustveränderungen und einem höheren Brustkrebsrisiko verbunden sind.“  → Zurück zu Teil 1

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